Gesundheitsvorsorge hat einen neuen Namen

Marktforschung zeigt: Spaß am „Länger besser leben.“-Programm der BKK24 führt zu Verhaltensänderungen bei den Versicherten

OBERNKIRCHEN. Wenn es eine „Abstimmung mit den Füßen“ gibt, dann hat die BKK24 den Krankenkassen-Wettbewerb um die Gesundheitsvorsorge der Zukunft bereits gewonnen. Nach einer aktuellen Umfrage kennt nicht nur die Hälfte der Einwohner in den Pilotregionen ihr „Länger besser leben.“-Programm, sondern ist zu hohen Prozentsätzen selbst dabei. Dass sich unter ihnen bis zu 50 Prozent männliche Teilnehmer bewusster ernähren und mehr bewegen, wird von den Marktforschern des Institutes als besonderer Erfolg vermerkt.

BKK24-Chef Friedrich Schütte und der hochkarätig besetzte wissenschaftliche Beirat sehen sich durch die Erkenntnisse der Marktforscher bestätigt. Nach den Anfängen im niedersächsischen Obernkirchen haben sich inzwischen weitere „Länger besser leben.“-Fähnchen verteilt, um die wegen des Teilnehmerinteresses größere Kreise gezogen werden.

Dabei verzeichnete die aus einem Bericht der Cambridge Universität entstandene Idee beim Start vor drei Jahren nur wenige Anhänger. Damals hatten die Statistiker in der Auswertung europaweiter Forschungsergebnisse zwar eine Erklärung gefunden, warum manche Menschen seltener krank und deutlicher älter werden. Doch ihr Aufruf, eine praxistaugliche Kombination aus einfachen Regeln für die Themenfelder Bewegung, Ernährung, Alkohol und Nikotinkonsum zu entwickeln, war nur die BKK24 gefolgt. Der Glücksfall: Die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt übernahm die Schirmherrschaft für den kleinen Kreis der Visionäre, stieg von Berlin aus in die Überzeugungsarbeit ein und hatte damit wesentliche Anteile am Erfolg: Heute ist das „Länger besser leben.“-Programm kreuz und quer durch die Bundesrepublik auf dem Vormarsch. 36 Monate nach dem Start steigt die Teilnehmerzahl über nahezu kostenlose Mund-zu-Mund-Propaganda nicht nur stetig an, sondern findet auch immer mehr starke Verbündete. Kooperationen gibt es unter anderem mit dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Deutschen Herzstiftung und vielen Kneipp-Vereinen.

Mit der Zentrale Prüfstelle Prävention, die alle für eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung anerkannten Präventionsangebote sammelt, wird ebenso zusammengearbeitet. Um dem Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu folgen, reicht die Eingabe der Internetadresse www.LBL-Stadt.de, wo Deutschlands größte Datenbank aus tausenden von Angeboten Suchergebnisse für den eigenen Postleitzahlbereich der Versicherten liefert.

Was die Redakteure der dostal-Umfrage zusätzlich in Aufregung versetzt, ist ein von der BKK24 selbst nicht vorhergesehener „Kollateralnutzen“. Statt einfach nur den Spaß an gesunden Freizeitaktivitäten und Ernährungsideen mitzunehmen, interessieren sich die Teilnehmer völlig unerwartet auch für die traditionellen Vorsorgeofferten. Damit scheint die BKK24 ganz nebenbei zu erreichen, was sich die Gesundheitspolitiker seit Jahrzehnten wünschen.

Doch Friedrich Schütte will mehr: Derzeit arbeitet er an dem Beweis, das „Länger besser leben.“ jeder betriebswirtschaftlichen Prüfung standhält. Durch das Vermeiden von Krankheiten könne man effektiver sparen, als das durch die heute gesetzlich verbrieften Vorsorgeangebote möglich ist. Trifft das zu, dürfte sich der vom Wirtschaftsmagazin Focus Money prämierte Innovationserfolg positiv auswirken.

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