Jetzt zieht die Bürgerstiftung die Turnschuhe an

Vorstand um Hermann Stoevesand fordert Unternehmen zum Mitmachen beim Sportabzeichen-Wettbewerb auf

SCHAUMBURG. "Nicht reden, sondern machen" ist die Devise, die Führungskräfte gern an ihre Mitarbeiter ausgeben. "Nicht reden, sondern vormachen" lautet der Appell von Hermann Stoevsandt an die Schaumburger Unternehmer. Damit mahnt er stärkeres Engagement bei der betrieblichen Gesundheitsförderung an, einem für die Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes entscheidendem Thema. Dass er seinen Worten Taten folgen lässt, ist man von dem in vielen gesellschaftlichen Belangen engagierten Rintelner gewohnt. Und so nahm er auf dessen letzter Sitzung gleich dem gesamten Vorstand der Bürgerstiftung das Versprechen ab, noch in diesem Jahr das Sportabzeichen abzulegen.

"Das sind die Vorbilder, die wir brauchen", freut sich Stefan Nottmeier, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schaumburg in dem Wissen, dass auch Rolf Watermann als sein Amtsvorgänger mit dabei sein dürfte. Zusammen mit der Krankenkasse BKK24 hat das Geldinstitut gerade den Wettbewerb um das "Länger besser leben"-Sportabzeichen für die Region ausgerufen, der noch bis zum 06. Dezember läuft. Aufgeteilt nach Unternehmensgröße gibt es in vier Gruppen erste und zweite Preise für die Betriebe, in denen im Verhältnis zur Mitarbeiterzahl die meisten Medaillen errungen werden. Doch die Resonanz ist nicht so, wie es sich Sparkasse, BKK24 und KreisSportBund erhofft hatten. Zu wenige Inhaber, Geschäftsführer oder leitende Angestellte kümmern sich darum, ihre Belegschaft zu gesundem Freizeitsport als Ausgleich zu den beruflichen Belastungen zu motivieren. Wer sich auf dem Sportplatz sehen lässt, kommt meist als Einzelkämpfer. "In einer älter werdenden Gesellschaft ist es eine betriebliche Aufgabe, die Mitarbeiter lange gesund und leistungsfähig zu erhalten", mahnt Stoevesandt.

Da es zu den Zielen der Bürgerstiftung Schaumburg passt, auch in dieser Hinsicht Positives zu erreichen, ist sie spontan Partner im Gesundheitsnetzwerk der "Länger besser leben"-Stadt geworden. Jetzt wollen Hermann Stoevesandt und seine Kollegen mit vollem Körpereinsatz für mehr Gesundheitsförderung in den Betrieben werben. Weitsprung, Laufen, Schwimmen und Radfahren sind einige der Disziplinen, die vor ihnen liegen. Ob Christian Meyer als Vorsitzender des Stiftungsrats ebenfalls die Turnschuhe anziehen wird, ist bisher allerdings noch nicht bekannt. "Wir halten es für wichtig, dass die Firmenchefs ihre Mitarbeiter an die Hand nehmen und die Chance nutzen, die eine solche Aktion bietet", fordert Stoevesandt, der bereits im vergangenen Jahr ein persönliches Jubiläum gefeiert hat. 2011 schaffte wurde er mit dem 50. Sportabzeichen ausgezeichnet.

Übrigens: 12,00 Euro bekommen die vier erstplatzierten Firmen pro abgelegtem Sportabzeichen als Belohnung, stolze 8,00 Euro die jeweils Zweitplatzierten. Geld, das für die nächste Feier oder für weitere gesunde Aktivitäten gut eingesetzt werden kann. "Doch was beinahe unbezahlbar ist", so Sparkassenvorstand Nottmeier "sind sinkende Krankenstände und motivierte Mitarbeiter." In diesem Zusammenhang verweist Friedrich Schütte als Chef der BKK24 auf erste Ergebnisse aus dem Pilotprojekt der "Länger besser leben"-Stadt, wo inzwischen auch Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung gestartet wurden. Ein Beispiel sei die steigende Nichtraucherquote bei Unternehmen, in denen man bereits entsprechende Kurse anbiete. "Das ist nicht nur ein großer Schritt für die Gesundheit sondern richtig viel Arbeitszeit, die durch entfallende Raucherpausen eingespart wird."

Wer seinen Betrieb noch nicht angemeldet hat, kann das im Internet unter der Adresse www.LBL-Stadt.de sofort nachholen. Entsprechende Formulare gibt es auch in jeder Zweigstelle der Sparkasse Schaumburg, in den ServiceCentern Rinteln, Stadthagen und Obernkirchen der BKK24 oder unter Telefon 05724-9710.

Fragebogen
So sehen Vorbilder aus: Der Vorstand der Bürgerstiftung läuft den Betrieben aus dem Landkreis Schaumburg beim Sportabzeichen-Wettbewerb 2012 voran.
Vorstand der Bürgerstiftung beim Training auf der Laufbahn