„Länger besser leben”-Stadt bewegt die Menschen

Kneipp-Verein Obernkirchen engagiert sich für ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt

Das niedersächsische Obernkirchen will zur gesündesten Stadt Deutschlands werden, mit der engagierten Unterstützung des örtlichen Kneipp-Vereins. Schon zehn Prozent aller Haushalte haben sich innerhalb der ersten Monate für die Initiative der Krankenkasse BKK24 angemeldet und nutzen Angebote unter anderem für mehr Bewegung und gesündere Ernährung.

Neue Angebote geschaffen
Allerdings mussten die individuell zum Vorsorgeprogramm passenden Angebote, die auch möglichst viele Teilnehmer anlocken, in der Kleinstadt Obernkirchen erst einmal ausgearbeitet werden. Deshalb haben Bürgermeister Oliver Schäfer und Kassenvorstand Friedrich Schütte mit Unterstützung der örtlichen Vereine ein Netzwerk geschaffen, das diese Aufgabe erledigt. Von Anfang an mit dabei war der Kneipp-Verein mit Wiebke Kapp an der Spitze. über die ohnehin beispielhaften Aktivitäten hinaus hatte sie die Idee für das "Länger besser leben"-Karussell. In acht aufeinander folgenden Wochen werden die Einwohner zu jeweils einstündigen Schnupperkursen mit Power Gymnastik, Yoga, Nordic Walking, Bodystyling, Rücken-Fit, Qi Gong, Langhantel-Training und der nicht nur bei jungen Leuten beliebten Zumba-Fitness eingeladen. So kann jeder für sich herausfinden, welche Sportart ihm den meisten Spaß macht. Tolle Zugabe: Die BKK24 hat nicht nur die Kursgebühren übernommen sondern spendiert ihren Kunden auch den ersten Jahresbeitrag zum Kneipp-Verein. Das holt nicht nur sehr viel mehr Menschen aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten vom Sofa, sondern lässt neben dem Mitgliederzuwachs viel positive Resonanz für den Verein erwarten.

Rekordverdächtige Aktionen
Rekordverdächtig sind auch die Werbemaßnahmen, mit denen die „Länger besser leben“-Stadt auf sich aufmerksam macht. Eine davon war der Spaziergang über 3.000 Schritte, den die BKK24 bundesweit bereits mit weiteren Kneipp-Vereinen organisiert hat. In Obernkirchen allerdings wurde daraus ein Gesundheitsevent, mit Musik auf dem Marktplatz, großer Verlosung und dem Besuch zahlreicher Prominenter, das Chancen auf einen Eintrag ins Guinness-Buch hat. Gleich vier Gruppen von Spaziergängern, unter anderem mit der früheren Gesundheitsministerin und Schirmherrin Ulla Schmidt an der Spitze, sorgten für die bisher größte Teilnehmerzahl an einer Veranstaltung dieser Art. Sogar Spitzenpolitiker wie Frank-Walter Steinmeier, führende Experten aus ganz Deutschland und die überregionale Presse fanden anerkennende Worte für die gesunden Aktivitäten und warten nun mit Spannung auf die wissenschaftliche Auswertung durch die Hochschule Weserbergland. Wird Obernkirchen wirklich gesünder und spart die BKK24 dadurch mehr Geld für Arztrechnungen und Medikamente, als ihr derzeitiges Engagement kostet, dürfte es künftig noch weitere "Länger besser leben"-Städte in anderen Regionen geben.

Jeder kann länger besser leben
übrigens: Um am "Länger besser leben"-Programm der BKK24 teilzunehmen, muss man weder in Obernkirchen wohnen, noch bei dieser Krankenkasse versichert sein. Die Auswertung des Fragebogens zum individuellen Gesundheitsverhalten ist nämlich für Interessenten aus ganz Deutschland völlig kostenlos. Er kann unter der Telefonnummer 05724 9710 angefordert oder direkt im Internet ausgefüllt werden: www.bkk24.de. Weitergehende Informationen über die Aktivitäten in Obernkirchen und zum Beispiel die Angebote des dortigen Kneipp-Vereins finden sich darüber hinaus unter der Adresse www.LBL-Stadt.de. Und wer sich als Kneipp-Mitglied für eine Versicherung bei der BKK24 entschließt, bei der Extraleistungen wie homöopathische Behandlung und professionelle Zahnreinigung nichts kosten, bekommt ebenfalls einen Jahresbeitrag für seinen Kneipp-Verein geschenkt.

Fragebogen
Hielten zum Start der "Länger besser leben"-Stadt die Fahne hoch: (von links) Arzneimittel-Experte Prof. Gerd Glaeske, BKK24 Vorstand Friedrich Schütte, Bürgermeister Oliver Schäfer und Klaus Vater, letzter Regierungssprecher der großen Koalition.
Schnappschuss von der ersten LBL-Konferenz